50 Jahre – 50 Orte: Tiefbauamt des Rhein-Kreises Neuss baut auch 2025 Radwege und saniert Straßen und Brücken
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Jubiläumslogo zum 50-jährigen Bestehen des Rhein-Kreis Neuss
37 Kreisstraßen mit einer Länge von 182 Kilometern führen durch das Kreisgebiet, hinzu kommen 146 Kilometer Radwege und rund 80 Bauwerke wie Brücken und Tunnel an diesen Kreisstraßen. Hierfür ist der Rhein-Kreis Neuss mit seinem Tiefbauamt zuständig. 19 Mitarbeitende kümmern sich um die Instandhaltung, Erneuerung, den Umbau und Ausbau der Kreisstraßen und der dazugehörigen Radwege. Auch Neubauten und Erweiterungen gehören zu ihrem Aufgabengebiet – ebenso wie die Unterhaltung mit dem Mähen der Grünstreifen, dem Pflegen, Fällen und Neupflanzen der Gehölze und dem Winterdienst. Zum Team gehören Fachingenieure ebenso wie Techniker, Straßenwärter und Verwaltungskräfte. Sie sind im Rahmen der Planung auch für den Erwerb von Grundstücken und die Schaffung von Baurecht zuständig.
Tiefbauamtsleiter Arnd Ludwig berichtet, welche Neubau- und Sanierungsprojekte in diesem Jahr geplant sind:
„2025 bauen wir unter anderem einen neuen, rund 1,7 Kilometer langen Rad- und Gehweg entlang der Kreisstraße 12 in Dormagen, und zwar zwischen der Neusser Straße (L 380) und der Bundesstraße 9. Des Weiteren ist der Neubau eines kombinierten Geh- und Radweges entlang der Kreisstraße 8 zwischen dem Ortseingang Neuss-Grefrath und der Lövelinger Straße in Neuss einschließlich dem Neubau einer Ampel am Knotenpunkt K 8 (Lanzerather Straße – Lövelinger Straße – Kamberger Hof) zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geplant.“
Insbesondere im Bereich der Naherholung und Tagestouristik, aber auch für den Weg zur Arbeit spiele der Radverkehr eine immer größere Rolle, betont Ludwig. Deshalb werde das Radwegenetz kontinuierlich erweitert. Außerdem erhalten mehrere Kreisstraßen in diesem Jahr neue Fahrbahndecken: Sowohl die K 9 zwischen Meerbusch-Strümp und Ilverich soll erneuert werden als auch die K 33 zwischen Hülchrath und Münchrath.
Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung B 59 / K 19 / Jüchen-Schaan geplant. Hier gab es in der Vergangenheit mehrere Unfälle; um die Verkehrssicherheit zu verbessern, wird dieses Projekt nun vom Landesbetrieb Straßen NRW in enger Abstimmung mit dem Rhein-Kreis Neuss und der Stadt Jüchen umgesetzt. Finanziert wird der neue Kreisverkehr aus Mitteln des Bundes und des Kreises.
Im Blick haben die Experten vom Tiefbauamt auch die Brücken über die Kreisstraßen. Arnd Ludwig weist darauf hin, dass deren Zustand selbstverständlich kontinuierlich geprüft wird, und fügt hinzu: „Wir sanieren rechtzeitig dort, wo es nötig ist.“ Umgesetzt wird in diesem Jahr der Ersatzneubau einer Brücke über die Niers an der K 14 an der Stadtgrenze zu Mönchengladbach. Die Konstruktion aus dem Jahr 1937 wurde in den 80-er Jahren bereits umfangreich saniert; aufgrund von Rissen an der Bogenbrücke ist aktuell nur noch eine Fahrspur frei gegeben. Der Rhein-Kreis Neuss beteiligt sich mit 480 000 Euro an dem Neubau, dessen Gesamtkosten bei 1,6 Millionen liegen.
Welche Projekte hat das Team vom Tiefbauamt zuletzt erfolgreich umgesetzt?
Eine neue Fahrbahndecke mit langlebigem Asphalt erhielt die K 33 zwischen Grevenbroich-Neukirchen und Neuss-Rosellerheide; saniert wurden ebenfalls unter anderem die K 21 in Jüchen-Hochneukirch und mehrere Kreuzungsbereiche. Im vergangenen Jahr wurde außerdem eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme in Kaarst-Vorst umgesetzt. Ingenieur Christoph Kurth vom Tiefbauamt schildert die besonderen Herausforderungen: „Dadurch, dass mehrere Kreisstraßen im Ortskern in Vorst erneuert werden mussten, haben wir den Baubetrieb in Absprache mit den ausführenden Firmen und örtlichen Verkehrsbetrieben in mehrere Abschnitte zwischen Mai und Juli 2024 gelegt. Wir sind froh, dass wir bei diesem umfangreichen Sanierungsprojekt im Zeitplan geblieben und teilweise sogar eher als geplant fertig geworden sind.“
Viele der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen des Kreistiefbauamtes finden in enger Abstimmung mit Straßen.NRW statt, die sowohl für Bundes- als auch Landesstraßen zuständig sind, sowie mit den Kommunen, die Ansprechpartner für die jeweiligen Gemeindestraßen sind.