Besuch aus Portugal: Kooperation mit dem Kreis Grandola im Blickpunkt
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Die Freundschaft zwischen dem portugiesischen Kreis Grandola und dem Rhein-Kreis Neuss hat eine weitere Stärkung erfahren. Nachdem Kämmerer Dr. Martin Stiller und Europa-Beauftragte Ruth Harte 2023 auf der iberischen Halbinsel zu Gast waren, um den Jugendaustausch wieder zu beleben, lud Landrat Hans-Jürgen Petrauschke jetzt zum Gegenbesuch. Die Delegation aus Grandola wurde von Alcides Bizarro, Dezernent für soziale und kulturelle Angelegenheiten, angeführt. Begleitet wurde er von Mufalda Luzia und Leonor Alcacarenho, die für internationale Kooperationsprojekte zuständig sind.
Erste Ziele der Gäste waren der Aussichtspunkt Jackerath im Braunkohle-Tagebau und die Firma Vitarom in Neurath, deren Gewächshäuser zu den modernsten in Europa gehören und in denen ganzjährig Tomaten und Mini-Gurken gezüchtet werden. In Grevenbroich hieß Kämmerer Stiller die Besucher aus Portugal willkommen. Nach einer Führung durch Neuss endete der Tag in Meerbusch, wohin Landrat Petrauschke auch die neue portugiesische Generalkonsulin in Düsseldorf, Elisabete Cortes Palma, eingeladen hatte. Bei dem Treffen wurde unter anderem über die Ausstellung über das 60-jährige Bestehen der portugiesischen Gemeinde in Deutschland gesprochen, von der sich Petrauschke beeindruckt zeigte.
Der nächste Tag begann im Berufsbildungszentrum des Rhein-Kreises Neuss in Grevenbroich. Eine Besichtigungstour führte durch die Lehrküchen und Praxisräume der Schule. Dem Rundgang schloss sich ein ausführliches Informationsgespräch an, in dem Grandolas Dezernent Bizarro sein Interesse an einer Kooperation in den Bereichen Gastronomie und Hotelmanagement äußerte. In Grandola gibt es eine Berufsschule für Tourismus und Landwirtschaft. Insofern besteht die Möglichkeit für gegenseitige Praktika für Jugendliche und Erfahrungsaustausche von Lehrkräften.
Nach einem Abstecher auf Schloss Dyck standen Gesprächen mit Dezernent Sebastian Johnen, Jugendamtsleiterin Marion Klein und der Leiterin des Amtes für Schulen und Kultur, Petra Heinen-Dauber, über weitere Anknüpfungspunkte auf dem Programm. So wäre etwa eine Kooperation zwischen der Musikschule Rhein-Kreis Neuss und dem Musikverein Grandola möglich, der Jugendliche ebenfalls an Instrumenten ausbildet. Johnen bot außerdem an, bei den Tourismusgesellschaften im Rheinland nachzufragen, ob Schüler aus Grandola dort ein Praktikum machen könnten.
Beim Abschiedsessen in Neuss wurde schließlich ein weiterer Besuch des Rhein-Kreises Neuss im Kreis Grandola im kommenden Jahr vereinbart, um konkrete Einblicke in die Schullandschaft zu erhalten und eventuell bereits konkrete Projektvorhaben zwischen Einrichtungen aus beiden Regionen zu besprechen.